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Snowflake Model of Creativity

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Schneeflocken-Modell der Kreativität

Das Six-Trait Snowflake Model of Creativity (Sechs-Merkmale Schneeflocken-Modell der Kreativität) nach David Perkins beschreibt Eigenschaften, die eine kreative Persönlichkeit charakterisieren können – aufgestellt anhand biografischer und wissenschaftlicher Daten.
Bitte beschränken Sie nicht Kreativität auf künstlerische Fähigkeiten, sondern sehen Sie sie allgemeingültig als Kraft der Gestaltung, Kreation irgendeiner realen oder virtuellen Sache.
Unabhängig davon, ob Sie alle der Sechs-Merkmale der Kreativität mit gleichem Anteil besitzen, sollten Sie diese dennoch alle abdecken können.
Ihre Kreativität und begeisterungsfähige Neugier sind der Treibstoff für herausragende Ideen, Einfallsreichtum und Gedankenblitze (Geistesblitz, Heureka) – Lösungen, die an Wichtigkeit gewinnen werden. Die Kunst und Technik des Geistesblitzes bedarf eines stetigen, ausdauernden und anhaltenden Trainings und der Praxis – denn Ihre operativen und kreativen Kompetenzen sind nicht zwangsläufig gleichzeitig abrufbar.
Beginnen Sie gleich hier mit dem Training und lösen Sie Das Rätsel der Oops.

Die Bezeichnungen der Merkmale im oben dargestellten Snowflake Model of Creativity weichen teilweise vom Original nach David Perkins ab und sind der von Alan Barker angeglichen.

Inner Motivation, Eigenmotivation

Alleine die Herausforderung der Arbeit, wahre Freude und die Zufriedenheit des Kreierens selbst sind Ihr Treibstoff.

Looking for Opportunities, Möglichkeiten suchen, Probleme finden

Kreativ kompetente Persönlichkeiten sind gut darin, Möglichkeiten der kreativen Entfaltung zu suchen und zu finden. Je größer der Raum an Optionen, desto größer Ihre eigene kreative Kraft. Ein kreativer Ansatz in der Lösungsfindung sind viele und gute Fragen – je besser eine Fragen, desto höher die Chance auf interessante Erkenntnisse.

Mental Agility, Mental Mobility, Mentale Lebendigkeit, Spontanität

Mentale Beweglichkeit oder mentale Flexibilität erlaubt es Probleme aus verschiedenen Sichtwinkeln heraus zu betrachten – neue Wege der Lösungsfindung einzuschlagen – Optionsräume flexibel aufzuspannen. David Perkins empfiehlt vier kognitive Operationen „Umherschweifen, Aufspüren, Umdenken, Abrücken“.
Alan Barker vergleicht Mental Agility mit Mental Gymnastics: die Gymnastik setzt sich aus verschiedenen Fertigkeiten (Skills) zusammen und involviert diverse Disziplinen. Dies erlaubt Wissenstransfer und Verknüpfungen mittels Analogien oder dessen Gegenteile, wie auch das Brechen von bestehenden Regeln.

Design Thinking, Konzeptdenken

Kreative besitzen eine hohe Toleranz gegenüber Komplexität, Desorganisation und Asymmetrie, bewältigen aber mit konzeptuellem Denken ein Chaos und streben Einfachheit und Begreifbarkeit inklusive Mustererkennung zur Lösungsfindung an. Gedankenexperimente aus diversen Perspektiven sind des Kreativen Roter Faden.

Objectivity, Objektivität, Sachlichkeit

Sie als kreative Persönlichkeiten suchen Feedback, Reflektion und akzeptieren Ihre eigene Kritik und die anderer sachlich. Unabhängig jeglichen Talentes ist das sachliche Abschätzen, Überprüfen und Testen Ihrer Idee unerlässlich.
Alan Barker zählt in diesem Zusammenhang sinnvolle Überlegungen auf, die Sie in eine Checkliste übernehmen können.
Wie passt Ihre Idee in das Bigger Picture? Welche Ressourcen oder Lösungen sind greifbar nahe? Welcher Teil Ihrer Idee lieben Sie am meisten – und kann man auf diesen Teil verzichten? Wo bestehen Notwendigkeiten der Konformität? Welche Teile Ihrer Idee haben Priorität, welche sind weniger relevant? Ist das Timing richtig für Ihre Idee? Wo sind ungelöste Probleme bei Ihrer Idee – was funktioniert nicht? Ist Ihrer Idee bezahlbar? Wo sind mögliche Sponsoren (Stakeholder)? Was sind zu erwartende negative Reaktionen auf Ihre Idee – und wie kann man Zweifel auflösen oder abwehren? Wo sind unberücksichtigte Überlegungen (blind spot) bei Ihrer Idee?

Managing risk, Risiken managen

Arbeiten an Grenzen der eigenen Kompetenz und Fähigkeiten können ein Auftreten von Fehlern fördern. Sie als kreative Persönlichkeit lernen aus Fehlern und das Eingehen von Risiken ist Teil Ihrer kreativen Reise. Brillante Ideen entstehen bedingt spontan – meist ist Fließ und Motivation erforderlich, die eigene Unzufriedenheit zu bewältigen. Integrieren Sie auch daher von Beginn Ihrer kreativen Arbeiten an ein Management möglicher Risiken und Exit-Strategien.
Alan Barker nennt in diesem Zusammenhang folgende Überlegungen.
Wo können Sie Unterstützung, Motivation finden? Welche möglichen Konsequenzen hat Ihre Idee? Welche Ängste blockieren Sie selbst? Was irritiert Sie an Ihrer Idee? Welche Fehler können passieren, wie können Sie sich dagegen schützen? Was ist das Worst Case Scenario? Wie kann man Risiken einschränken? Rechtfertigt Ihre Idee Risiken?

Weiterführende Informationen

David Perkins

David Perkins promovierte am MIT in Boston in Mathematik und künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence). Direktor des Think Tank „Harvard Project Zero“, einer Forschergruppe an der Harvard Graduate School of Education, die dich auf die Themen Kreativität, Intelligenz und Lernen spezialisiert hat.

Buchempfehlung

Perkins, David. Geistesblitze. Ungekürzte Taschenbuchausgabe. München: Piper Verlag, Sep. 2003. ISBN 3-492-23934-X
Archimedes Bathtub: The Art and Logic of Breakthrough Thinking, 2000 (= Geistesblitze)

Alan Barker

Geschäftsführer Kairos Training Limited, Autor.

Buchempfehlung

Barker, Alan. Creativity at Work. 1st edition. Alan Barker & bookboon.com, 2013. [eBook] ISBN 978-87-403-XXXX-X